StartSeite arrow Sport arrow Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2012
Monday, 16 July 2018
 
 
Main Menu
StartSeite
Musik
Kino
Sport
Nachrichten
Auto
Games
Communications
Hot Mail
Gmail
Edencity
CarpetCamp
Facebook
Wer-Kennt-Wen
Impressum
popular
Benutzerdefinierte Suche
Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2012 Print E-mail

russia_2012_icehockey.jpgDer Weltmeister wurde zum 26. Mal insgesamt und zum vierten Mal nach dem Zerfall der Sowjetunion die Mannschaft Russlands, die im Finale den Außenseiter Slowakei mit 6:2 bezwang. Nach 2008 und 2009 war es der dritte Weltmeisterschaftsgewinn der Russen in den letzten fünf Jahren. Die deutsche Mannschaft erreichte nach zuletzt zwei Viertelfinal-Teilnahmen den zwölften Rang und verpasste durch das Abrutschen in der IIHF-Weltrangliste die direkte Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, die Schweiz belegte den elften Platz in der Top-Division und konnte damit das Viertelfinale abermals nicht erreichen. Österreich wurde in der neu geschaffenen Division IA Zweiter hinter Slowenien und stieg somit direkt wieder in die Top-Division auf.

Erstmals seit den Herren-Weltmeisterschaften des Jahres 2001 wurden die Wettbewerbe einer weitreichenden Reform unterzogen. Zwar behalten die jeweiligen Divisionen ihre Teilnehmerstärke – die Top-Division spielt weiterhin mit 16 Mannschaften, die Divisionen I und II weiterhin mit zwölf und die Division III mit sechs –, jedoch ändern sich die Wettbewerbsformate grundlegend. Der Grund für die Reform, die auch im Bereich der U20- und U18-Junioren Einzug erhält, liegt darin, dass nach einer Studie der Internationalen Eishockey-Föderation IIHF zwischen 49 und 68 Prozent aller Spiele der Saison 2010/11 mit fünf oder mehr Toren Unterschied endeten.

In der Top-Division wurden die Zwischen- und Abstiegsrunde ersatzlos gestrichen. Statt wie bisher in vier Vorrundengruppen à vier Teams spielen die Mannschaften ab diesem Jahr in zwei Gruppen à acht Mannschaften. Die vier besten Mannschaften jeder Gruppe qualifizieren sich direkt für das Viertelfinale, das jeweils schlechteste Team jeder Gruppe tritt den Abstieg in die Division I an. Durch den Modus sollen die Teams, die im Verlauf der Vorrunde am konstantesten spielen, bevorzugt werden. Die Qualifikation für die Zwischenrunde kann dadurch ebenso nicht mehr von nur einem Spiel abhängig sein. Die Gesamtanzahl der Spiele erhöht sich von 56 auf 64 Partien.

In den Divisionen I und II werden die jeweils zwölf Mannschaften weiterhin in je zwei Gruppen zu sechs Teams aufgeteilt. Dies geschieht jedoch nicht mehr auf Grundlage der Weltrangliste, sodass beide Gruppen möglichst ausgeglichen aufgestellt sind, sondern einmalig auf Basis der Abschlussplatzierungen der Weltmeisterschaften des Jahres 2011. So spielen in der Gruppe A der Divisionen im ersten Jahr die sechs besser platzierten Teams, während sich in der Gruppe B die schlechter platzierten wiederfinden. In den folgenden Jahren erklärt sich die Gruppenzusammensetzung aufgrund der Auf- und Abstiegsregelungen von selbst.

Die Division III wird weiterhin in einer Gruppe mit sechs Mannschaften spielen, wobei je nach Anzahl der gemeldeten Teilnehmer eine optionale Qualifikation veranstaltet wird.

Durch die Modusänderungen betroffen sind auch die Auf- und Abstiegsregelungen der einzelnen Divisionen. Aus der Top-Division steigen die beiden Letzten der zwei Vorrundengruppen in die Division I A ab. Aus selbiger steigen die beiden Erstplatzierten zum nächsten Jahr in die Top-Division auf, während der Sechsplatzierte in die Division I B absteigt. Im Gegenzug steigt der Gewinner der Division I B in die Division I A auf. Aus der Division IB steigt ebenfalls der Letzte in die Division II A ab. Die Aufstiegsregelung der Division I B mit einem Auf- und Absteiger gilt genauso für die Divisionen II A und II B. Einen direkten Absteiger aus der Division III gibt es nicht. In Abhängigkeit von der Anmeldung neuer Nationalmannschaften müssen die zwei letztplatzierten Teams der Division III des Vorjahres mit den neu gemeldeten Nationen in der Qualifikation antreten, um die dann zwei freien Plätze auszuspielen.

Die Weltmeisterschaft der Top-Division wurde vom 4. bis zum 20. Mai 2012 in der finnischen Hauptstadt Helsinki und der schwedischen Hauptstadt Stockholm ausgetragen. Gespielt wurde in der Hartwall Areena (13.349 Plätze) in Helsinki sowie dem Globen in Stockholm mit 13.850 Plätzen.

Die Weltmeisterschaft, aus deren Ergebnissen die letzte IIHF-Weltrangliste vor Beginn der Qualifikation zu den Olympischen Winterspielen 2014 im russischen Sotschi hervorging, war die abschließende Möglichkeit, sich als eine der neun besten Mannschaften nach Abschluss der WM direkt über die Weltranglistenplatzierung für die Winterspiele zu qualifizieren.

Die Ausgangssituation vor dem Finale spiegelte die klassische Ausgangssituation zwischen Favorit und Außenseiter wider. Während die Russen das Finale mit neun Siegen in Folge ungeschlagen erreicht hatten, war die Slowakei mit überraschenden Siegen über Kanada und Tschechien ins Finale gelangt.

Die Slowakei ging nach 66 Sekunden durch einen Schlagschuss ihres Mannschaftskapitäns Zdeno Chára in Führung. Russland brauchte einige Zeit, um den frühen Rückschlag zu verarbeiten, kam aber nach zehn Minuten durch Alexander Sjomin zum Ausgleich. Da beide Teams aus einer kontrollierten Defensive agierten, fielen im ersten Drittel keine weiteren Treffer. Im zweiten Durchgang untermauerte der Favorit schließlich seine Stellung. Alexander Pereschogin, der den Puck über die Torlinie stocherte, und Alexei Tereschtschenko nach einem Fehler im slowakischen Aufbauspiel brachten die Sbornaja im Verlauf des Drittels mit 3:1 in Führung. Sjomin baute den Vorsprung wenig später auf 4:1 aus, nachdem ein erneuter Fehler der Slowaken vorausgegangen war. Im Schlussabschnitt machten die Russen frühzeitig alles klar, als Pawel Dazjuk das 5:1 erzielte. Chára betrieb nach 50 Minuten mit seinem zweiten Treffer zwar noch etwas Ergebniskosmetik für die Slowakei, doch Turnier-Topscorer Jewgeni Malkin sorgte zwei Minuten vor dem Spielende mit seinem elften Turniertreffer für den 6:2-Endstand.

Der Titelgewinn der Russen war der 26. für das Land insgesamt und der vierte nach dem Zerfall der Sowjetunion. Nach den Siegen bei den Weltmeisterschaften der Jahre 2008 und 2009 gewann Russland somit drei der letzten fünf Weltmeisterschaftsturniere. Dies war zuletzt Kanada zwischen den Jahren 2003 und 2007 gelungen.

 
< Prev   Next >