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Fuball-Europameisterschaft 2012 Print E-mail

spaineuro2012.jpgFür die Fußball-Europameisterschaft 2012 wurde die Bewerbungszeit in zwei Phasen aufgeteilt. Damit sollten die Kosten für die UEFA und die Bewerber reduziert werden.

Bis zum Bewerbungsschluss am 1. Februar 2004 bewarben sich zehn nationale Fußballverbände mit acht Bewerbungen um die Austragung der EM-Endrunde. Aserbaidschan, Griechenland, Italien, Rumänien, Russland und die Türkei bewarben sich einzeln, Kroatien und Ungarn sowie Polen und die Ukraine gaben jeweils Gemeinschaftsbewerbungen ab. Nach Prüfung der Unterlagen wurden die Bewerbungen von Aserbaidschan, Rumänien und Russland abgelehnt.

Nach der am 8. November 2005 durchgeführten ersten Abstimmung reduzierte sich das Bewerberfeld auf Italien (elf Stimmen), Kroatien/Ungarn (neun Stimmen) und Polen/Ukraine (sieben Stimmen). Die Türkei (sechs Stimmen) und Griechenland (zwei Stimmen) schieden aus der Bewerbung aus.

Am 18. April 2007 gab das UEFA-Exekutivkomitee in Cardiff bekannt, dass die gemeinsame Bewerbung Polens und der Ukraine den Zuschlag erhalten hatte. Von den zwölf Stimmen der Mitglieder des Exekutivkomitees bekamen Polen und die Ukraine acht, die restlichen vier Stimmen gingen an Italien.

Nach der Vergabe liefen die Vorbereitungen in beiden Ländern zunächst schleppend. Die UEFA zeigte sich ob der Verzögerungen mehrfach beunruhigt, ergriff aber lange Zeit keine Maßnahmen. Am 30. Januar 2008 forderte die UEFA die Staaten auf, durch finanzielle Unterstützung der Projekte den Prozess zu beschleunigen. UEFA-Generalsekretär David Taylor machte deutlich, dass sich die UEFA zu Maßnahmen gezwungen sähe, wenn in den nächsten sechs Monaten zu wenige Fortschritte erzielt würden.

Nach einem Besuch Anfang Juli 2008 in Polen und der Ukraine gab UEFA-Präsident Michel Platini bekannt, dass die polnischen Vorbereitungen viel besser verliefen als in der Ukraine und es im Notfall sogar zu einer Änderung der Spielanteile kommen könnte. Polen würde dann 75 Prozent der Spiele (achtzehn Gruppen-, zwei Viertelfinal-, beide Halbfinalspiele und das Endspiel) bekommen, die Ukraine nur die Spiele der Gruppe D austragen. Über weitergehende Konsequenzen, wie einen kompletten Entzug der Austragung in der Ukraine, wurde spekuliert.

Immer wieder kam auch Deutschland als Co-Gastgeber der EM 2012 ins Gespräch, da sich UEFA-Präsident Michel Platini wohl beim Deutschen Fußballbund danach erkundigte. Dies wurde aber mehrfach vom DFB zurückgewiesen.

Eine UEFA-Delegation um David Taylor überprüfte vom 2. bis 6. Februar 2009 in der Ukraine den Stand der Vorbereitungen und die Infrastruktur.

In seinem Treffen am 13. Mai 2009 bestätigte das UEFA-Exekutivkomitee die polnischen Städte Danzig, Posen, Warschau und Breslau als offizielle Gastgeber der Europameisterschaft. Von den ukrainischen Städten erhielt lediglich Kiew den Status einer offiziellen Gastgeberstadt, wurde allerdings vorerst nicht als Endspielort bestätigt. Kiew bekam ähnlich wie die ukrainischen Städte Donezk, Lemberg und Charkiw aber die Gelegenheit, die geforderten Auflagen bis zum 30. November 2009 zu erfüllen. Am 11. Dezember 2009 bestätigte die UEFA bei einer Konferenz auf Madeira alle vier ukrainischen Spielstädte als Austragungsorte und sprach Kiew das Finale zu.

Am 24. Januar 2011 wurde bekannt, dass UEFA-Generalsekretär Jerome Valcke in einem Brief an den ukrainischen Fußballverband (FFU) mit dem Entzug der EM drohte, da sich die ukrainische Regierung, laut FIFA, unzulässig in die Angelegenheiten des ukrainischen Fußballverbands einmische. Falls der FFU die geplante Umbildung durch die Regierung bis zum 4. Februar nicht stoppe, sei die FIFA bereit, die Ukraine von deren Wettbewerben auszuschließen. Dieser Ausschluss würde die Austragung der EM in der Ukraine nicht mehr möglich machen. Kurz vor dem Ende des Ultimatums erklärte der ukrainische Fußballverband (FFU), dass keine Umbildung durch die Regierung erfolgen werde. Der FFU versicherte gegenüber der FIFA in einem Brief, dass die Politik keinen Einfluss auf die Vorbereitungen auf die Europameisterschaft habe. Dies wurde vom UEFA-Chef Michel Platini und FIFA-Präsident Joseph Blatter bestätigt. Somit blieb die Ukraine als zweites Austragungsland erhalten.

Weiterhin bestanden sowohl in Polen als auch in der Ukraine Rückstände beim Bau der Stadien und der Infrastruktur. Der Zeitplan wurde erneut überschritten. Bis zum Januar 2011 waren lediglich drei der insgesamt acht Spielstätten fertiggestellt. Für die restlichen Stadien hatte die UEFA eine Frist bis zum Juni 2011 gesetzt, welche in Polen bis auf das Nationalstadion in Warschau und in der Ukraine bis auf die Stadien in Kiew und Lemberg eingehalten wurde.

Die Senderanstalten verwenden im Allgemeinen das Weltbild des Veranstalters. Dabei wurden einige Szenen passend hinein- oder weggeschnitten bzw. gar nicht gesendet. So wurde beispielsweise nicht gezeigt, dass zwei deutsche Grünen-Abgeordnete in Charkiw vor dem Spiel Deutschlands gegen die Niederlande ein Transparent hochhielten, auf dem Fairplay auch in der Politik gefordert wurde. Auf Anweisung der UEFA wurde ebenfalls verboten, leere Ehrenplätze oder Ränge zu zeigen. Außerdem wurde der Eindruck erweckt, dass eine Szene, bei der der deutsche Trainer Joachim Löw einem Balljungen den Ball stibitzt, live stattgefunden haben könnte. Die Szene fand jedoch vor dem Spiel statt. Gleiches gilt für eine weinende deutsche Zuschauerin, die nach der 2:0-Führung Italiens im Halbfinale gezeigt wurde, aber bereits vor Spielbeginn während des Abspielens der deutschen Nationalhymne aufgenommen wurde. Die deutschen Fernsehanstalten hatten sich über diese Praxis bei der UEFA wiederholt beschwert.

 
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