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Olympische Sommerspiele 2012 Print E-mail

london_2012_og.jpgBis zur festgelegten Frist am 15. Juli 2003 reichten neun Städte ihre Bewerbung zur Durchführung der Olympischen Spiele 2012 beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ein. Dies waren Havanna (Kuba), Istanbul (Türkei), Leipzig (Deutschland), London (Vereinigtes Königreich), Madrid (Spanien), Moskau (Russland), New York (USA), Paris (Frankreich) und Rio de Janeiro (Brasilien). Gestützt auf einen Bericht der Evaluationskommission, die verschiedene Aspekte der Bewerbungen untersucht und bewertet hatte, reduzierte das IOC am 18. Mai 2004 das Kandidatenfeld auf fünf Städte: London, Madrid, Moskau, New York und Paris.

Alle fünf Städte reichten bis zum 19. November 2004 ihre offizielle Kandidatur ein und wurden im Februar und März 2005 von der Evaluationskommission des IOC jeweils vier Tage lang besucht. Während dieser wichtigen Phase musste die Pariser Kandidatur zwei Rückschläge hinnehmen: Mehrere Streiks und Demonstrationen sowie ein Bericht, wonach Guy Drut, eine der Schlüsselfiguren der Kandidatur, aufgrund eines Parteispendenskandals angeklagt würde. Das IOC veröffentlichte die Evaluationsberichte am 6. Juni 2005. Obwohl sie weder Benotungen noch Ranglisten enthielten, machte Paris den stärksten Eindruck, dicht gefolgt von London, das seit der ersten Beurteilung im Jahr 2004 zahlreiche Verbesserungen vorgenommen hatte. New York und Madrid erhielten ebenfalls positive Bewertungen, während Moskau als schwächste Kandidatur galt.

Während des gesamten Bewerbungsprozesses galt Paris als Favorit, zumal diese Bewerbung bereits die dritte in jüngster Vergangenheit war. London folgte zunächst mit deutlichem Abstand, was sich jedoch zu ändern begann, nachdem Sebastian Coe am 19. Mai 2004 zur Leitfigur der Kandidatur bestimmt worden war. Cherie Blair, Frau des britischen Premierministers, besuchte zahlreiche IOC-Mitglieder, Prinzessin Anne schaltete sich ein und auch David Beckham kämpfte um die Bewerbung. Tony Blair besuchte Silvio Berlusconi in seinem Haus auf Sardinien und bat ihn um Unterstützung durch die italienischen Delegierten. Im August 2004 begannen verschiedene Medien ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen London und Paris zu prognostizieren. Wenige Tage vor der entscheidenden Abstimmung meinte IOC-Präsident Jacques Rogge vor versammelter Presse: „Ich kann es nicht voraussagen, da ich nicht weiß, wie die IOC‐Mitglieder stimmen werden. Aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass es sehr eng werden wird. Vielleicht wird der Unterschied zehn Stimmen oder sogar weniger betragen.“

Im Rahmen der 117. IOC-Session in Singapur fand am 6. Juli 2005 die Wahl des Austragungsortes statt. Moskau schied in der ersten Runde aus, gefolgt von New York und Madrid. Somit stießen London und Paris in die vierte und entscheidende Runde vor. Die britische Hauptstadt setzte sich dabei knapp mit 54 zu 50 Stimmen durch womit auch feststand, dass die Sommer-Paralympics 2012 in London stattfinden. Die Siegesfeiern in London waren nur von kurzer Dauer, da die Stadt am folgenden Tag durch die Terroranschläge in mehreren U-Bahn-Zügen erschüttert wurde.

Das Logo der Olympischen Spiele wurde vom Beratungsunternehmen Wolff Olins entworfen und am 4. Juni 2007 vorgestellt. Das Logo, dessen Entwicklung 400.000 Pfund kostete, ist eine abstrakte Darstellung der Zahl 2012. Dabei sind die Olympischen Ringe in die Null eingebettet, das Wort London in die obere Zwei. Mit leichten Abwandlungen kommt es auch für die Paralympics 2012 zur Anwendung. Die Standardfarben sind Grün, Magenta, Orange und Blau. Auf diesen Farbhintergründen (bevorzugt Magenta) steht an Wandbespannungen, Bodenstreifen etc. meist mehrfach der Text "London 2012" in weiß oder (seltener) schwarz, gefolgt von einfarbig weißen oder schwarzen Olympischen Ringen, beispielsweise auf der Innenverkleidung des Centercourts in Wimbledon. Es sind aber beliebige weitere Farbkombinationen anwendbar, so dass Sponsoren das Logo flexibel an ihre Bedürfnisse anpassen können.

Unmittelbar nach der Präsentation rief das Logo in der Öffentlichkeit starke negative Reaktionen hervor. Bereits wenige Stunden später hatten Zehntausende Personen eine Petition unterschrieben, mit der ein neues Logo gefordert wurde. Verschiedene Zeitungen führten mit Beteiligung ihrer Leser eigene Gestaltungswettbewerbe durch und The Sun präsentierte den Entwurf eines Makakenweibchens. Der Guardian beschrieb das Logo als „Lisa Simpson, die London einen Blowjob gibt“, während andere sich an ein „verzerrtes Hakenkreuz“ erinnert fühlten.

Eine animierte Version, die am selben Tag wie das Logo präsentiert worden war, löste laut der Hilfsorganisation Epilepsy Action bei mehreren Personen epileptische Anfälle aus. Die beanstandete Animation wurde daraufhin nach kurzer Zeit von der Website des Organisationskomitees entfernt. Der damalige Londoner Bürgermeister Ken Livingstone forderte, dem Unternehmen, das diesen „katastrophalen Fehler“ begangen habe, dürfe kein Honorar überwiesen werden. Im Februar 2011 beschwerte sich der Iran, das Logo sei dem Wort „Zion“ ähnlich und damit rassistisch. Der Generalsekretär des Iranischen Olympischen Komitees drohte mit einem Olympiaboykott und forderte andere muslimische Staaten auf, ebenfalls gegen das Logo zu protestieren.

 
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