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Sunday, 23 September 2018
 
 
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Die Discothek hat in Aachen ihren Ursprung Print E-mail
 Der eigentliche Vorreiter der späteren Disco war allerdings das Medium Radio. Bereits in den 50er Jahren stellte Chris Howland dort unter Plaudereinlagen Musikstücke vor und sicherte sich ein Publikum in Millionenhöhe. Klaus Quirini, der seinerzeit noch als Journalist tätig war, gehörte ebenfalls zur Fangemeinde des Briten. Dabei stellte er sich ständig vor, dass solche Sendungen auch mit Livepublikum funktionieren müsse. Die passende Gelegenheit ergab sich im Jahre 1959 als der österreichische Geschäftsmann Franz Karl Schwendinger zu einem Pressetermin einlud. Das Ganze sollte in einem Restaurant Scotch Club stattfinden, der zu diesem Zweck in ein Tanzlokal verwandelt werden sollte. Da man bis dato lediglich Bars mit Livemusik kannte, sollte ein Plattenleger die Überraschung des Abends sein. Rückblickend berichtet Quirini als anfänglichen Flop über den Abend. Der sogenannte Plattenaufleger kam von der Oper Köln und spielte kommentarlos Musik in Plattenform ab. Der damals 19 jährige Qurini, trank an diesem Abend seinen ersten Whiskys und ergriff dem Besitzer gegenüber mutig das Wort, in dem er mitteilte die ganze Vorführung wäre sterbenslangweilig. Daraufhin wurde er aufgefordert, es doch besser zu machen. Quirini schnappte sic als das Mikrophon und legte mit den Worten los: Meine Damen und Herren, wir krempeln die Hosenbeine hoch und lassen Wasser in den Saal, denn ein Schiff wird kommen mit Lale Andersen. Er bekam Applaus und die Stimmung stieg. Daraufhin wurde Klaus Quirini engagiert und damit war der erste Discjockey Deutschlands geboren. Unter dem Künstlernamen DJ Heinrich benannt nach dem Trude Herr Hit Heinrich, ich hab nur Dich begann sein Erfolg. Schon zu Beginn lief der Scotch Club großartig. Bald schon sprach sich das Lokal rum und neben normalen Gästen kamen mehr und mehr Prominente in das Lokal. So legte Max Schautzer beispielsweise mitunter als DJ auf. Radio Moderatoren wie Camillo Felgen und Chris Howland zählten bald zu den Stammgästen. Selbst zu der Zeit angehende Stars wie Udo Jürgens oder Howard Carpendale stellten dort live ihre Songs vor. Im Scotch Club herrschte nichts desto trotz eine strenge Kleiderordnung. So musste Udo Lindenberg einmal draußen bleiben, da er keine Krawatte trug. Schnell machte die Disco Scotch Club von sich reden und Klaus Quirinis Karriere als erster DJ begann. Tanzclub Besitzer aus den Vereinigten Staaten luden ihn ein und bejubelten ihn. Um seine Tätigkeit als eigenständiges Berufsbild durchzusetzen, gründete der den weltweit ersten DJ Club. Später wurde Klaus Quirini ein gerichtlich bestellter Sachverständiger für Musikrecht. Auch wenn er selbst seit langer Zeit keine Platten mir auflegt, so profitierten viele nachfolgende DJ Generationen von seinen Erfahrungen.
 
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