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le_portu.jpgAls Vorläufer des UEFA-Pokals gilt der Messestädte-Pokal, in dem Teams als Vertreter von Handelsmessestädten spielten. Nachdem dieser Wettbewerb 1971 eingestellt wurde, rief die UEFA den UEFA-Pokal ins Leben. Im Unterschied zum Messestädte-Pokal konnten hier Teams aus allen Mitgliedsländern und jeglichen Orten teilnehmen. Zudem wurde die Teilnahme von der Ligaposition abhängig gemacht.

Erster UEFA-Pokalgewinner wurde 1972 Tottenham Hotspur. In den 1970er Jahren duellierten sich deutsche, niederländische und belgische Klubs mit den englischen um den Titelgewinn. Zwischen 1968 und 1984 durchbrach mit Juventus Turin 1977 nur einmal ein südeuropäischer Klub die Dominanz der Mannschaften aus dem Norden. Dies änderte sich ab Mitte der 1980er Jahre. Nach den beiden aufeinander folgenden Siegen von Real Madrid begann 1989 mit dem Triumph des SSC Neapel die Siegesserie der Italiener. In elf Jahren waren italienische Klubs achtmal erfolgreich. Alleine Inter Mailand holte sich in dieser Zeit dreimal den Pokal.

1995 führte die UEFA den Fairplay-Wettbewerb ein. Seither steht den drei fairsten Verbänden der Vorsaison jeweils ein zusätzlicher Startplatz in der ersten Qualifikationsrunde des Wettbewerbs zu. Jeder Nationalverband hat die Aufgabe, eine nationale Fairplay-Rangliste zu führen, aus welcher der jeweilige Fairplay-Teilnehmer ermittelt wird.

Seit der Entscheidung, den höherrangigen Europapokal der Pokalsieger (EC2) abzuschaffen, qualifizierten sich von der Saison 1999/2000 an die jeweiligen europäischen Pokalsieger ebenfalls für den UEFA-Pokal. Bisher gelang es aber noch keinem Pokalsieger, den Wettbewerb zu gewinnen.

Im Jahr 2000 sicherte sich dann mit Galatasaray Istanbul erstmals ein türkischer Klub einen Europapokaltitel. Seit 2005 haben drei Mannschaften aus der ehemaligen Sowjetunion den UEFA-Pokal gewonnen: ZSKA Moskau, Zenit Sankt Petersburg und Schachtar Donezk. Der FC Sevilla konnte in den Jahren 2006 und 2007 den UEFA-Pokal gewinnen und den Titel damit verteidigen – dies war zuvor nur Real Madrid in den Jahren 1985 und 1986 gelungen.

Nach der Spielzeit 2008/2009 erfolgte die zweite große Veränderung des Wettbewerbes. Mit dem Ziel, den UEFA-Pokal aufzuwerten, und vor allem in Bezug auf Werbe- und Sponsoreneinnahmen der Champions League anzunähern, wurde der UEFA-Cup in UEFA Europa League umbenannt. Zeitgleich wurde der Wettbewerb grundlegend verändert. Näheres dazu siehe Abschnitt Spielmodus.

Teilnahmeberechtigt sind sämtliche Pokalsieger aller 53 Mitgliedsverbände der UEFA. Zusätzlich dürfen bis zu drei Mannschaften, welche in der Abschlusstabelle ihrer Liga die Plätze hinter jenen, welche zur Teilnahme an der UEFA Champions League berechtigen, belegen teilnehmen. In jedem Fall erhält der jeweils amtierende Europa-League-Sieger die Möglichkeit, seinen Titel zu verteidigen, sofern er nicht in der höherwertigen Champions League antritt. Darüber hinaus erhalten die drei Gewinner der Fair-Play-Wertung jeweils einen zusätzlichen Startplatz in der ersten Qualifikationsrunde. Eine Ausnahme bildet Liechtenstein. Da das Fürstentum keinen eigenen Ligabetrieb hat (Die Liechtensteiner Vereine treten im Ligenverband der Schweiz an) tritt nur der nationale Pokalsieger für das Fürstentum an. Theoretisch wäre es denkbar, dass ein Verein durch ein erfolgreiches Abschneiden in der Schweizer Liga ein weiteres Ticket lösen könnte. Dem entgegen steht zum einen die im allgemeinen zu schwache Spielstärke der Liechtensteiner Clubs, und zum anderen eine besondere Vereinbarung mit dem SFV, dass Liechtensteiner Vereine im Falle eines erfolgreichen Abschneidens in der Schweizer Liga auf ihre Teilnahme verzichten. In einem solchen Fall würde ein Schweizer Verein auf den freien Platz rücken. England und Frankreich senden zusätzlich zum nationalen Verbandspokalsieger auch den Gewinner des Ligapokals in den Europapokal. Daher entfällt bei diesem beiden Nationen jeweils ein Platz über die Ligatabelle.

Wie viele Mannschaften welcher Nationen zugelassen werden hängt zum einen von der Platzierung in der Fünfjahreswertung ab, zum anderen vom jeweils aktuellen Qualifikationsmodus. Dieser Modus legt zudem fest, in welcher Spielrunde die jeweiligen Teilnehmer in den Wettbewerb einsteigen. Zumindest in Details finden hier jährliche Anpassungen statt.

Derzeit ist lediglich der Titelverteidiger direkt für die Gruppenphase qualifiziert. Alle weiteren Teilnehmer starten zunächst in der 4-stufigen Qualifikationsphase, aus der 37 erfolgreiche Teams hervorgehen. Zu diesen 38 Teams kommen noch 10 unterlegene Mannschaften aus den Play-offs der Champions League. Außerdem dürfen die acht Dritten der Gruppenphase der UEFA Champions League in die dritte Runde des UEFA-Pokals einsteigen. Von diesen gelang es Galatasaray Istanbul (1999/2000), Feyenoord Rotterdam (2001/02), ZSKA Moskau (2004/05), Schachtar Donezk (2008/09) und Atlético Madrid (2009/10) den UEFA-Pokal bzw. die UEFA Europa League zu gewinnen. Ab der Saison 2012/13 sollen die Pokalsieger der vordersten sechs Nationen direkt in der Gruppenphase antreten. Von dieser Maßnahme erhofft sich die UEFA weiter steigende Einnahmen aus den Vermarktungsrechten. Hierzu sind weitere Änderungen am derzeitigen Qualifikationsmodus nötig.

Qualifiziert sich ein nationaler Pokalsieger für die Champions League(-Qualifikation), so erhält der unterlegene Pokalfinalist einen Startplatz im Europapokal. Während ein Pokalsieger grundsätzlich Anrecht auf den besten verfügbaren Startplatz in der Europa League hat, bekommt ein teilnehmender Pokalfinalist grundsätzlich den schlechtesten Platz zugewiesen. Ein über den Fairplay-Wettbewerb erhaltener zusätzlicher Startplatz bleibt dabei aber unberücksichtigt. Teilnehmer, welche ihr Startrecht über die Ligatabelle erreicht haben, werden gemäß ihrer Ligaplatzierung eingereiht. Wenn der Pokalsieger nur für die Europa League qualifiziert ist, so erhält nicht der Pokalfinalist, sondern ein weiterer Ligaplatzierter den freien Platz. Sind beide Pokalfinalisten bereits international qualifiziert, so geht das Ticket ebenfalls auf den nächsten Ligavertreter über. Auch unterklassige Mannschaften können sich über die nationale Pokalrunde für die Europa League qualifizieren.

Ein Gewinn eines Europapokal-Titels führt nur zu einem weiteren Teilnehmerplatz, falls sich der betreffende Verein nicht anderweitig für einen der beiden Wettbewerbe qualifizieren konnte.

Mit der Modusänderung wurden auch die die Preisgelder deutlich angehoben. Eine weitere Einnahmenverbesserung ergab sich aus den zwei zusätzlichen Spielen in der Gruppenphase. In der Saision 2010/2011 erhält jeder Verein, der die Gruppenphase erreicht, ein Antrittsgeld in Höhe von einer Million Euro. Teams, die in der Qualifikationsphase scheitern, erhalten geringe, variable Zuwendungen aus dem Solidaritätspakt der UEFA. Ein Sieg in der Gruppenphase wird mit 140.000 Euro honoriert. Die Prämie steigt in den folgenden Runden wie folgt: Zwischenrunde 200.000.- €, Achtelfinale 300.000.- €, Viertelfinale 400.000.- €, und Halbfinale 700.000.- € pro Spiel. Bei einem Remis werden auch die Preisgelder jeweils hälftig geteilt. Der Cupsieger erhält drei Millionen Euro, der unterlegene Finalist muss sich mit zwei Millionen Euro begnügen. Insgesamt würde ein Verein, welcher alle 15 Spiele des Hauptwettbewerbes gewinnt auf eine Prämie von 8.040.000 Euro kommen. Zu diesen Spielprämien kommen noch die Gelder aus dem sogenannten Marktpool, welcher vor allem aus den TV-Geldern gespeist wird. Der Marktpool wird zunächst je nach "Marktwert" (bzw Summe, die für die Vergabe der nationalen Rechte im Pay-TV eingenommen werden konnte) auf die Einzelnationen aufgeteilt, und anschließend je nach Weiterkommen der Vereine unter den Teilnehmern dieser Nation aufgeteilt. Zur Saison 2010/2011 stieg der Marktpool für die Europa League von 54 auf 60 Millionen Euro, wovon 13 Millionen für die deutschen Vertreter vorgesehen sind.

Zum Vergleich: In der Champions League würde eine gleichartige Siegesserie zwei Spiele weniger benötigen, und mit 31.7 Millionen Euro fast viermal so hoch honoriert werden - und darüber hinaus auch deutlich höhere Einnahmen aus dem 341.1 Mio € (deutscher Anteil: 47.0 Mio €) "schweren" Marktpool bescheren.

Zu guter Letzt kommen noch die Eintrittsgelder aus den Heimspielen hinzu. Zieht man von diesen Einnahmen jedoch die Kosten für die Stadionmiete ab, dürfte dies den kleinsten Teil aller Einnahmen ausmachen.
 

 
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