Gemballa MIG-U1: Leonberger Traum vom Fliegen
 Mit einem kantigen Heckspoiler und einer weit nach vorne gezogenen Vorderfront zeigt sich der Supersportlicher angelehnt an das Design von Formil-1-Rennwagen.Kanten, die vorher abgerundet waren, sind von der Optik den Lufteinlässen und -auslässen zu Leibe gerückt. Die Rückleuchten sind mit Luftkanälen besetzt und sitzen nicht mehr wie früher, offen, auf dem Heck. An der Hinterachse gewinnt er 100 Millimeter Breite und 80 Millimeter gewinnt der MIG-U1 insgesamt. Damit festes Material mit einem geringen Gewicht kombiniert werden kann, werden alle Komponenten des Flitzers aus Karbon gefertigt. Aufgrund des aktiven Aerodynamik-Konzepts wird durch die Front-Spoiler-Lippe zusätzlich, je nach Stellung der Abtrieb an der Vorderachse vermehrt. Passend hierzu genehmigt eine sogenannte Klappe (auch Flap genannt) durch einen ebenfalls neu angebrachten Heckspoiler mehr Abtrieb an den Hinterrädern. Wird eine Geschwindigkeit von mindestens 120 km je Stunde erreicht, so senkt sich Diese ab. Beim MIG-U1 sorgt das Luftleitsystem allerdings nicht nur dafür die komplette Kraft des Zwölfzylinders auf der Straße zu halten. Zeitgleich wurde ein neues Kühlungskonzept sowie ein Belüftungskonzept entwickelt. Damit die hochwertige Bremsanlage optimal arbeiten kann, werden die Hinteren sowie auch die vorderen Radhäuser mit gekühlter Luft angeströmt. Das heiße Luft sich nicht staut, stellen die Auslässe jeweils hinter den Rädern sicher. Zusätzlich wird durch Einlasskanäle auf dem Dach sowie hinter der Tür der Motorraum hinter der Fahrerseite belüftet. Enden werden die neu erschaffenen Kanäle auf der Heckschürze. Dort sind sie so angebracht, dass ebenfalls Zusatzkühler für eine gegen Aufpreis erhältliche Leistungssteigerung auf 750 oder auf 800 PS unterstützt würden. Zusätzlich arbeitet der Gemballa MIG U1 mit einem speziell auf ihn abgestimmten Abgassystem sowie mit einem neu optimierten Management im Motorenbereich. Die gesamte Kombination ergibt im Gegensatz zur Serienversion eine Endleistungsabgabe von 700 PS statt wie bisher nur 660 PS Außerdem schließt sich an den Sportkatalysator eine Vierrohranlage mit pneumatischer Klappensteuerung an. Mit den Abluft-Kanälen der hinteren Radhäuser teilt die Heckschürze sich den Ausgang und die End-Rohre sind mit einer Hitzeabschirmung versehen. Auf 20-Zoll Rädern (335er Pneus)rollt der Wagen hinten. Vorne dagegen sind 19-Zoll Felgen mit 265er Reifen montiert. Den Fahrkomfort und das Handling verbessert ein mehrfach und verschieden einstellbares Sportfahrwerk. Eigens für den Zwölfzylinder entworfene Sitze verfeinern das Innenleben. Beim Sportlenkrad und der Mittelkonsole handelt es sich ebenfalls um Sonderanfertigungen. Mit Leder und Alcantara sind alle Komponenten der Innenverkleidung bezogen worden. Innen gibt es eigens für den MIG-U1 entworfene Sitze, zudem sind die Mittelkonsole und das Sportlenkrad Sonderanfertigungen. Das vorintegrierte Multimediasystem bietet einen Sieben-Zoll-Touchscreen, Navigationssystem, einen DVD-Wechsler sowie einen iPod-Anschluss. Alle Komponenten der Innenverkleidung sind mit Leder und Alcantara bezogen. Ein Verstärker mit 920 Watt bedient die Hochtöner im Cockpit, das Subwoofer zwischen den Sitzen und die 165 Millimeter großen Membrane in der Türverkleidung. Abgerundet wird das Ganze durch Logos von Gemballa, die sich auf den Sicherheitsgurten, den Sitzen und den Fußmatten befinden. Eine elektrohydraulische Höhenverstellung kann zusätzlich gegen Aufpreis geordert werden. Durch Knopfdruck wird hier die Abhebung der Karosserie an Hinter- und Vorderachse um 45 Millimeter erlaubt, so dass problemlos Hindernisse überfahren werden können. Auf das Ursprungs-Tiefniveau senkt sich der Wagen per Knopfdruck bei 80 km je Stunde automatisch wieder ab.